Yvonne Georgi (1903 – 1975), eine der größten deutschen Choreografinnen und Tänzerinnen, ist heute in der Öffentlichkeit beinahe vergessen. Dabei zeigt ihr Lebenswerk die faszinierende Geschichte des Tanzes im 20. Jahrhundert: eine Brücke zwischen Ausdruckstanz und klassischem Tanz, zwischen ‚Freier Szene’ und Stadt- und Staatstheater, immer in Verbindung mit neuer Musik. Die junge Yvonne war …
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The Memory Machine
Zentrale Idee der Memory Machine ist die Annahme, dass Erinnern schon immer ein Akt der Dekonstruktion und Transformation war. Die interdisziplinäre und begehbare Rauminstallation „The Memory Machine“ von MOUVOIR/Stephanie Thiersch ließ die von neuen Konzepten und Stilen geprägte Tanzgeschichte zwischen 1980 und 2000 durch Zeitzeug:innen-Berichte aufleben. Die in einem assoziativen Verfahren gesammelten Aussagen ausgewählter Zeitzeug:innen …
Revolution won’t be performed
„Kunst ist nicht ein Spiegel, den man der Wirklichkeit vorhält, sondern ein Hammer, mit dem man sie gestaltet“: Ausgehend von dem kommunistischen Choreografen – und geborenen Barmbeker – Jean Weidt und seiner Gruppe „Die Roten Tänzer“ entwarfen Ana Vujanovic und Saša Asentić eine kritische Reise durch die letzten Revolutionen der europäischen Gemeinschaft. REVOLUTION WON’T BE PERFORMED …
No [’rait] of spring
Ausgehend von seiner eigenen Erfahrung als Tänzer in Pina Bauschs Le Sacre du Printemps und seiner Faszination von dem Solo der Auserwählten beschäftigte sich Josep Caballero García in „No [’rait] of spring“ mit vier weiteren weiblichen Paraderollen der deutschen Tanzgeschichte aus der Perspektive und Erinnerung männlicher Tänzer: Mirtha, die Königin der Wilis aus Marius Petipas …
Tracing Isadora
Das Ballett des Nationaltheaters Mannheim widmete sich der Pionierin des Modernen Tanzes, Isadora Duncan. Der Tanzabend „Tracing Isadora“ wurde flankiert von einem Rahmenprogramm aus Lecture Performances, offenen Proben, einer Ausstellung und einem historischen Filmprogramm. Das Projekt wurde mit zahlreichen Partnern realisiert wie die Akademie des Tanzes, die Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Mannheim, …
Ruhr-Ort
1991 schuf Susanne Linke ihr Tanztheaterstück „Ruhr-Ort“, in dem sie die Arbeit der Männer in den Stahlfabriken und Bergwerken auf die Bühne brachte. Körperliche Erschöpfung wurde zu Tanz und zeigte Bilder der Arbeitswelt des alten Ruhrgebiets. 2014 studierte Linke „Ruhr-Ort“ zusammen mit den Tänzern aus dem Renegade-Ensemble neu ein. Es entstand so eine Begegnung zwischen …
The Horta Project – SOAP Recreation
In den Neunziger Jahren entstand am Künstler*innenhaus Mousonturm in Frankfurt ein Ensemble, das maßgebend für die deutsche Tanzszene wurde: Rui Hortas SOAP Company. Innerhalb weniger Jahre avancierte die einzigartige choreografische Handschrift des Portugiesen vom Geheimtip zu einer Kultmarke des zeitgenössischen Tanzes und feierte weltweite Erfolge. Zwei Jahrzehnte später brachte die Tanzcompagnie Gießen im Rahmen von …
Monte Verità – Raumdeutungen
Juliette Villemin untersuchte in ihrem Projekt die sich in der klassischen Moderne herauskristallisierende Suche nach neuen und erweiterten Bezugsmodalitäten zwischen Körper und Raum. Ausgangspunkt für diese künstlerische Recherche waren die zwischen 1913 und 1919 in der Künstlerkolonie Monte Verità entstandenen Tanzexperimente Rudolf von Labans. Schriften und Skizzen von Mary Wigman, Hertha Feist, Sophie Taeuber-Arp, Dussia …
Anastasia/Shadow
Das Ballett „Anastasia“, ein Einakter, den Kenneth MacMillan 1967 in seiner Zeit als Ballettdirektor der Deutschen Oper Berlin kreierte, war einer seiner größten Erfolge. Das Stück bewegt sich im Grenzbereich zwischen klassischem Ballett und Ausdruckstanz. Das Ballett des Saarländischen Staatstheaters führte eine genaue Rekonstruktion der Berliner Urfassung von 1967 mit Originalkostümen und -bühnenbild durch. Dem …
I love my dancers
In seiner Performance „I love my dancers“ setzte sich Uri Turkenich in einem inszenierten Gespräch mit Geraldo Si – ehemaliger Tänzer des Tanztheaters Wuppertal – mit Pina Bauschs Arbeit in den Jahren 1977 und 1978 auseinander. Die gleichnamige Publikation umfasst Interviews mit Künstler:innen, Journalist:innen und Wissenschaftler:innen, deren Weg Pina Bausch in den späten 1970er Jahren …