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Witch Dance Project

Mary Wigmans Solo „Hexentanz 2“ in seiner Version von 1926 gilt als eine der bekanntesten Arbeiten des deutschen Ausdruckstanzes, die Generationen von Choreograf:innen beeinflusste.  Der erdgebundene Charakter des Tanzes, die schroffen Gesten und das Öffnen der Beine waren nicht nur ein Gegenentwurf zum Ideal des Balletts, sondern konfrontierte den/die zeitgenössische Zuschauer:in auch mit einem neuen Frauenbild.

Das von Franziska Werner und Christoph Winkler kuratierte „Witch Dance Project“ der Sophiensaele  beschäftigte sich in einem dreitägigen Tanz-Happening mit der Reinterpretation von Mary Wigmans „Hexentanz“ aus den verschiedensten Perspektiven.
Der Schwerpunkt lag dabei auf außereuropäischen und queer-feministischen Sichtweisen.

Kern des Projekts waren zehn Auftragschoreogafien, die u.a. an Melati Suryodarmo (Indonesien/Braunschweig), Darlane Litaay (Papua Neu Guinea), Jahra Rager (Neuseeland), Dana Michel (Kanada), Nadia Beugré (Elfenbeinküste/Frankreich), Rodrigo Garcia Alves (Brasilien/Berlin), Danya Hammoud (Libanon), Claire Vivianne Sobottke (Berlin), Christine Joy Ritter (Berlin) und Melanie Jamie Wolf (Berlin) vergeben wurden.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzte die Aufführung der Auftragsproduktionen mit Lecture Performances, Filmen, Live-Ritualen, Lesungen und Gesprächsrunden.