PROJEKTE

> DOKUMENTATION 2015

Der Trailer ist eine Produktion des Ballett Cottbus

Staatstheater Cottbus:
Im Fluss der Zeit

Der 2004 verstorbene Uwe Scholz gilt als einer der wichtigsten Choreografen der jüngeren deutschen Geschichte und ist Schöpfer von über 100 Balletten zu klassischer und moderner Musik.

Nach den Neueinstudierungen von „Pax Questuosa“ (Ballett Leipzig) und „Dans la Marche“ / „1000 Grüße“ (Ballett Koblenz) hat auch das Ballett des Staatstheater Cottbus im Rahmen von TANZFONDS ERBE zwei Arbeiten des Choreografen auf die Bühne zurückkehren lassen.

1987 erarbeitete der damals 28-jährige Uwe Scholz  mit dem Zürcher Ballett zwei Choreografien: zum Streicher-Oktett von Felix Mendelssohn Bartholdy das viersätzige Stück "Oktett", das – assoziativ in der Struktur und romantisch im Stil – immer wieder Männer gegen Frauen kontrastiert. Zur Suite für zwei Klaviere Nr.2 von Sergej Rachmaninow entstand  die Choreografie "Rachmaninow", in der die geballte Energie des virtuosen Klaviersatzes und das ironische Spiel mit musikalischen Konventionen adäquat in Bewegung umgesetzt werden.

Die Neueinstudierung der beiden Stücke am Ballett Cottbus übernahmen die ehemaligen Scholz-Tänzer Christoph Böhm ("Rachmaninow")  und Roser Muñoz ("Oktett").

Ergänzt werden die beiden Choreografien im Rahmen des Ballett-Abends "Im Fluss der Zeit" durch eine Arbeit des Niederländers Nils Christe.

Credits
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RACHMANINOW
Choreografie/Bühne/Kostüm – Uwe Scholz
Einstudierung – Christoph Böhm
Musik – Sergej Rachmaninow: Suite Nr.2 für zwei Klaviere op. 17
Tanz – Greta Dato, Stefan Kulhawec, Alexander Teutscher

OKTETT
Choreografie – Uwe Scholz
Bühne/Kostüm – Karl Lagerfeld
Einstudierung – Roser Muñoz
Musik – Felix Mendelssohn Bartoldy: Oktett für Streicher Es-Dur op. 20)
Tanz – Lucy Van Cleef, Greta Dato, Jennifer Hebekerl, Gemma Pearce, Sara Pena, Denise Ruddock, Alexandra Urcia, Juan Bockamp, René Klötzer, Niko Ilias König, Yannick Neuffer, Glauber Mendes Silva, Alexander Deutscher, Martin Zanotti, Emily Downs, Momona Sakakibara

Interview mit der Scholz-Choreologin Tatjana Thierbach
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Tatjana Thierbach hat zahlreiche Choreografien von Uwe Scholz notiert. Im Interview berichtet sie über die Zusammenarbeit mit dem Ausnahme-Choreografen und über die Neueinstudierung seines Werks "Pax Questuosa" am Ballett Leipzig 2013.

Tatjana Thierbach

Die Choreologin erhielt ihrer Ballettausbildung an der Stuttgarter John-Cranko-Schule. Dort wurde ihr Interesse an der Benesh-Notation geweckt. Nach dem Abitur studierte sie am Benesh Institute in London und schloss dort als „Associate of the Institute of Choreology“ ab. Ab 1993 wirkte sie unter Uwe Scholz am Leipziger Ballett, wo sie viele seiner Werke notierte und einstudierte. Seit 1997 wurde sie von ihm betraut, seine Choreografien mit international bekannten Compagnien – u.a.  in Zürich, Peking oder Rio de Janeiro – einzustudieren. Bereits seit 2001 freiberuflich tätig, betreut sie weiterhin die Einstudierungen der Choreographien von Uwe Scholz in der ganzen Welt.

Interview mit Roser Muñoz (englisch)
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Interview mit der ehemaligen Scholz-Tänzerin Roser Muñoz, die in Cottbus die Einstudierung von "Oktett" leitete.

Wir bedanken uns bei Lucy van Cleef für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung auf unserer Homepage. Das Interview erschien zuerst im Blog der Autorin Berlin: a review

Programmheft
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Programmheft des Staatstheater Cottbus zum Ballettabend "Im Fluss der Zeit"

Aufführungstermine
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  • 19.03.2016 |Staatstheater Cottbus
  • 26.03.2016| Staatstheater Cottbus
  • 15.04.2016| Staatstheater Cottbus
  • 24.04.2016| Staatstheater Cottbus
  • 22.05.2016| Staatstheater Cottbus
  • 18.06.2016| Staatstheater Cottbus

BILDERGALERIE

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