PROJEKTE

> DOKUMENTATION 2013

Projektdokumentation

Schauspielhaus Bochum / Susanne Linke:
Ruhr-Ort

1991 schuf Susanne Linke ihr Tanztheaterstück „Ruhr-Ort“, in dem sie die Arbeit der Männer in den Stahlfabriken und Bergwerken auf die Bühne brachte. Körperliche Erschöpfung wurde zu Tanz und zeigte Bilder der Arbeitswelt des alten Ruhrgebiets. 2014 studierte Linke „Ruhr-Ort“ zusammen mit den Tänzern aus dem Renegade-Ensemble neu ein. Es entstand so eine  Begegnung zwischen Street-Art und Tanztheater, zwischen dem alten und neuen Ruhrgebiet, zwischen Tanzgeschichte und zeitgenössischer urbaner Kunst.

In der Projektdokumentation (siehe oben) sprechen Susanne Linke und Thomas Stich – Tänzer und Mime der ersten Fassung von Ruhr-Ort – über die Entstehung des Stücks und die Uraufführung 1991. Darüber hinaus gibt das Video einen Einblick in die Neueinstudierung mit den jungen Renegade-Tänzern.

Programmheft
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Programmheft Ruhr-Ort

Biografie
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Susanne Linke vereint in ihrem Tanz sowohl das Erbe des deutschen Ausdruckstanzes der Vorkriegszeit als auch das zeitgenössische deutsche Tanztheater. Sie hat die choreographische Landschaft Deutschlands entscheidend beeinflusst.

Sie erhielt zunächst bei Mary Wigman in Berlin ihre Tanzausbildung, bevor sie an der Folkwang-Hochschule in Essen studierte. Von 1970-1973 war sie Tänzerin im Folkwang Tanz Studio unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch. Zur gleichen Zeit entwickelte sie ihre ersten choreographischen Arbeiten.

Innerhalb weniger Jahre erhielt sie internationale Beachtung für ihre Soli ( u.a. „Im Bade wannen“, „Schritte verfolgen“, ihre Dore-Hoyer-Rekonstruktion „Afectos humanos“) und Gruppenstücke. Ihr wurden zahlreiche Preise für ihre Choreographien verliehen und sie tourte durch Europa, Indien, Australien, Süd- und Nord Amerika.

Fast zehn Jahre, bis zum Sommer 1985, leitete Susanne Linke das Folkwang Tanz Studio. Seitdem arbeitet sie auch als freischaffende Choreographin und Tänzerin und wurde regelmässig von internationalen Kompanien als Gastchoreographin eingeladen, u.a. der Limón Company in New York, der Kibbutz-Dance-Company in Israel, der GRCOP an der Pariser Oper, und dem Netherlands Dance Theater.

Zu Beginn der neunziger Jahre gründete sie die „Company Susanne Linke“ und schuf die zwei Stücke „Ruhr-Ort“ und „Märkische Landschaft“. Während dieser Zeit wurde sie „Artist in Residence“ des Hebbel-Theater, Berlin.

Zusammen mit ihrem Partner Urs Dietrich als Co-Direktor baute sie 1994 eine neue Kompanie am Bremer Theater auf und tourte durch Südost Asien und Mittelamerika.

Bis 2000 blieb sie dort Leiterin des Tanztheaters.

In den Jahren 2000-2001 war Susanne Linke Gründungsmitglied des Choreographischen Zentrums Essen und dessen designierte künstlerische Leiterin.

Im Choreographischen Zentrum Essen kreierte sie 2003 das Solo-Duo-Stück „Tanz-Dis-tanz“ gemeinsam mit Urs Dietrich, sowie 2007 die Rekonstruktion ihres Solos „Schritte verfolgen“.

Seit 2001 ist sie wieder als freischaffende Choreographin tätig u.a. für die die Paolo Grassi Schule in Mailand, die Kibbutz Dance School in Israel, Versiliadanza Florenz und die Folkwang Hochschule Essen.

2004 entstand im Auftrag von Carolyn Carlson ihr Solo „VISItatiON“. Sie schuf u.a. Neuchoreographien für die Pariser Oper (2005), die Limón Dance Company New York (2004), das choreographische Theater Bonn (2007) und das Aalto Theater Essen und die Jeanne Ruddy Dance Company Philadelphia (2008).

2007 hat Susanne Linke die Rekonstruktion des Solos „Schritte verfolgen“ mit vier Tänzerinnen zur Premiere gebracht und 2011 die Produktion „Kaikou“ in Berlin uraufgeführt.

2014 wurde erst Ruhr-Ort im Schauspielhaus Bochum rekonstruiert und das Duett „Mistral“ mit Koffi Kokko in der Akademie der Künste, Berlin, uraufgeführt.

Seit der Spielzeit 2015/16 ist Susanne Linke künstlerische Leiterin der Sparte Tanz am Theater Trier.

www.susanne-linke.eu

Credits
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RUHR-ORT
Rekonstruktion 2014

Choreografie/Regie – Susanne Linke
Bühne – Frank Leimbach (Original), Berit Schog (Ausführung), Robert Schad (Künstlerische Beratung)
Kostüme – Angela Spreer (Original), Agnes Langenbucher (Ausführung)
Musik: Ludger Brümmer
Video: Komme Hinrichs, Torge Möller (fettFilm)
Mit: Ibrahim Biaye, Alexis Fernandez Ferrera, Said Gamal, Janis Heldmann, Paul Hess, Julio Cesar Iglesias Ungo, Lin Verleger, Victor Zapata

Eine Produktion von Schauspielhaus Bochum und Pottporus e.V. / Renegade, Herne.

Aufführungstermine
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2014

  • 24.01.2014 |  Schauspielhaus Bochum – Premiere
  • 02.02.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 08.02.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 16.02.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 19.02.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 01.03.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 19.03.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 27.03.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 03.04.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 21.04.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 10.05.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 16. & 17.05.2014, tanzhaus nrw, Düsseldorf
  • 30.05.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 23.09.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 02.10.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 18.10.2014 | Schauspielhaus Bochum
  • 13. – 15.11.2014, Festival Madrid en Danza, Sala Roja
  • 23.11.2014 | Schauspielhaus Bochum

2015

  • 11. & 12.11.2015 | Tanzfestival Lublin, Polen

2016

  • 05.03.2016 | Theater Bielefeld (gefördert durch die TANZFONDS ERBE-Gastspielförderung)
  • 29.04.2016 | Staatstheater Braunschweig (gefördert durch die TANZFONDS ERBE-Gastspielförderung)

2017

  • 24.02.2017 |  Auditorium Parco della Musical, Rom –  im Rahmen des Equilibrio Festivals 2017
  • 07. & 08.04.2017 | Schauspielhaus Bochum

BILDERGALERIE

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