PROJEKTE

> DOKUMENTATION 12/2015

Im Video sprechen die Projektbeteiligten über ihre Erfahrungen bei der Einstudierung der "Fünf Präludien". Darüber hinaus gibt der Film einen Einblick in die Probenarbeit.

Nils Freyer:
Fünf Präludien aus dem Wohltemperierten Klavier von J.S. Bach von Marianne Vogelsang

Marianne Vogelsang, 1912 in Dresden geboren, war Schülerin von Gret Palucca und gehörte zu den Pionierinnen des Ausdruckstanzes. 1971 bis 1973, kurz vor ihrem Tod, choreografierte sie die "Fünf Präludien", in denen sie sich auf subtile Weise mit Bachs Werk auseinander setzte und die sie als letztes Werk und Vermächtnis dem Dresdener Tänzer und Choreografen Manfred Schnelle übertrug.

Um Vogelsangs Choreografien für die Zukunft zu bewahren, erklärte sich Manfred Schnelle bereit, sein Wissen an eine junge Tänzergeneration weiterzugeben und die "Fünf Präludien" mit dem Berliner Tänzer Nils Freyer einzustudieren.
Kurz vor Abschluss ihrer gemeinsamen Arbeit verstarb Manfred Schnelle, am 19. Februar 2016, im Alter von 80 Jahren.

An seiner statt begleitete Michaela Isabel Fünfhausen, an die Manfred Schnelle die "Fünf Präludien" ebenfalls weitergab,  das Projekt choreografisch bis zum Abschluss. Darüber hinaus stand Ingrid Borchardt – ehemalige Professorin für Modernen Tanz an der Palucca Hochschule Dresden – mit ihrer Expertise beratend zur Verfügung.

Nils Freyer wurde bei den Aufführungen von der Pianistin Ulrike Buschendorf begleitet, die Bachs Präludien in der ungewöhnlichen Reihung von Marianne Vogelsang spielte.

 

Credits
MEHR

Choreografie – Marianne Vogelsang
Tanz – Nils Freyer
Einstudierung – Manfred Schnelle
Am Klavier – Ulrike Buschendorf
Künstlerische Beratung: Prof. Ingrid Borchardt, Michaela Isabel Fünfhausen, Prof. Dr. Peter Jarchow

Filmaufzeichnung
MEHR

Mitschnitt der Aufführung am 29. September 2016 | Societaetstheater Dresden

Einführung von Boris Michael Gruhl
MEHR

Einführung des Publizisten Michael Boris Michael Gruhl anlässlich der Aufführungen im Dresdener Societaetstheater am 29. / 30. September 2016

BORIS MICHAEL GRUHL

Boris Michael Gruhl, geboren 1947 in Finow, Theologiestudium in Berlin, 1974 bis 1990 Tätigkeit als Pfarrer, 1990 Berufung zum Referenten für kulturelle Bildung der Evangelischen Jugend in Sachsen bis 2005. Vorstandsvorsitzender der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung in Sachsen.
Seit 1990 freie Arbeiten als Autor und Kulturjournalist, Presse, Rundfunk, Internet;
Ballett, Tanz, Musiktheater. Kulturwissenschaftliche Weiterbildung, Vorstandsarbeit im Landesverband Freier Theater in Sachsen und im Verein zur Förderung der Tanzbühne Dresden e.V., bis 2016 Mitarbeit im Leitungsteam des Festivals Tanzwoche Dresden.
Mitglied der Jury des Sächsischen Tanzpreises.

Aufführungstermine
MEHR

 

BILDERGALERIE

DAS KÖNNTE SIE AUCH
INTERESSIEREN:

Abendliche Tänze

Christoph Winkler setzte sich mit einer spezifischen Form der Erinnerung auseinander, die in der Praxis des Choreografierens selbst liegt. Dabei wurde selbstkritisch das Historienverständnis des heutigen Tanzes betrachtet.MEHR

Transforming Acts

Die Installation versammelte Videoportraits, Bild- und Archivmaterial von zwölf Choreografen und Regisseuren des 20. Jahrhunderts.MEHR